Exkursion nach Boppard

Am Samstag, dem 10. Oktober, reiste unsere Gruppe ca. 100 km rheinaufwärts nach Boppard.
Ehemals als römisches Kastell auf einer hochwassersicheren Terrasse zum Rhein hin erbaut, diente der militärische Stützpunkt zur Sicherung des Grenzabschnitts gegen Einfälle über den Fluss aus dem rechtsrheinischen Germanien sowie dem Schutz der linksrheinischen Infrastruktur. An keinem anderen Ort findet man nördlich der Alpen eine besser erhaltene Wehranlage aus der Römerzeit. Bis zu neun Meter sind die Festungsmauern des Kastells aus der Mitte des 4. Jahrhunderts n. Chr. im heutigen Stadtbild erhalten. Und das obwohl leider Teile der Befestigung noch in den 1980ger Jahren einer Umgehungsstraße weichen mussten. Unser Referent, Klaus-Georg Brager, konnte uns tiefe Einblicke sowohl in die römische Befestigungsarchitektur als auch in die aktuellen denkmalpflegerischen Herausforderungen geben.

Eine etwas andere Epoche erwartete uns beim Mittagessen mit Rheinblick im Hotel Bellevue, das noch ganz im Stil des Belle Époque gestaltet ist.

Unser Weg führte uns an diesem Tag einmal um das gesamte Kastell und endete in dem kleinen archäologischen Park. Das Wetter war uns durchgängig gewogen und gegen 17.00 Uhr konnten wir voller neuer Eindrücke die Heimreise antreten.